14 Bahnhof

Schon während des rasanten Ausbaus des Eisenbahnnetzes in den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts hatten vorausschauende Industrielle wie Reinhard Poensgen und Heinrich Rotscheidt einen Anschluss des Schleidener Tales an das Eisenbahnnetz gefordert, um die katastrophale Infrastruktur der Eifel zu verbessern. Dadurch sollten die Eisenhütten besseren Anschluss an die Absatzmärkte erhalten.

Mangelnde Unterstützung durch die Regierung und andere ungünstige Ereignisse wie Wirtschaftskrise und Krimkrieg schoben das Projekt immer wieder auf. Als die Bahn dann endlich 1884 als Nebengleis der Strecke Köln-Trier gebaut wurde, war es zu spät. Die Eisenindustrie hatte Gemünd bereits zwanzig Jahre zuvor verlassen.

Für den aufkommenden Tourismus erwies sich die Bahn als Glücksfall.

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