15 Kapelle Wollseifener Straße

Hier, auf dem ehemaligen Schützenplatz der 1669 gegründeten St. Georg Schützenbruderschaft des Dreiborner Landes, steht heute die älteste Kapelle Dreiborns. Sie wurde Mitte der 1930er Jahre letztmalig umfangreich saniert.

Noch heute wird die Tradition der ehemaligen Dreiborner-Land-Schützen durch den Gemünder Bürger-Schützenverein fortgeführt, der zu den größten und bekanntesten Schützenvereinen der Region zählt.

Die Quellen zur Geschichte der Schützen in der früheren Herrschaft Dreiborn weisen aus, dass die Schützen zu feiern verstanden. In der Chronik einer Dreiborner Schützenbruderschaft, die im Jahre 1823 wieder gegründet wurde und die Tradition der St. Georgius- und St. Sebastianus-Schützenbruderschaft fortsetzte, heißt es im § 7 der Statuten: „Der vierte Schießmeister wird hierdurch zugleich zum Biermeister ernannt und ihm zur Pflicht gemacht, bestmöglichst für die durstigen Brüder zu sorgen“. Ebenso berichtet diese Quelle über den Auftrag an den Wirt, für ein Sebastianusfest „zwanzig Pfund Rindfleisch nebst Kartoffeln für zwölf Mann zubereiten zu lassen und die erforderliche Quantität Wein, Bier und Schnaps vorrätig zu halten“.

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