12 Bunker Maueler Pfad

Ein „Denkmal des Unerfreulichen“ wurde der Westwall an einer Stelle genannt.

Der hier stehende MG-Unterstand gehörte zur zweiten Linie dieser Befestigung im Westen des Deutschen Reiches, der sogenannten „Limes-Stellung“, die ab 1938 gebaut wurde.

Den Bau dieser Befestigungsanlage begleitete, entgegen der sonst üblichen militärischen Geheimhaltung im „Dritten Reich“ bei solchen Bauvorhaben, ein riesiger Propagandarummel. Das defensive Bauwerk sollte friedliche Absichten vortäuschen, um die künftigen Gegner in Sicherheit zu wiegen, während heimlich Kriegsvorbereitungen liefen. Der Westwall zog sich an der Reichsgrenze von Holland im Norden bis zur Schweiz im Süden hin. Die Propaganda zeigte am Ende des Zweiten Weltkrieges Wirkung. Die Alliierten stoppten ihren Vormarsch vor dem Westwall. Der Krieg machte jedoch keine Pause – mit verheerenden Folgen für die Eifel und vor allem für Gemünd. Das kleine Städtchen lag für zwei Monate zwischen den Fronten und war beständig dem Artilleriebeschuss und Bombenangriffen ausgesetzt. Was der Feind nicht schaffte, sprengte die Wehrmacht beim Abzug in die Luft. Zurück blieb ein Trümmerhaufen.

Ein Betonbunker – Mahnmal zum Frieden für künftige Generationen.

 

 

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