09 Evangelische Kirchen

Im Schleidener Tal fasste die reformatorische Bewegung etwa um 1542 Fuß. Als die Gegenreformation einsetzte, wichen viele glaubensfeste Protestanten in das rechts der Urft liegende Gemünd aus, das zum Jülichschen Amt Heimbach gehörte. Ein Vergleich zwischen den Fürsten von Brandenburg und Pfalz Neuburg sicherte den Bekenntnissen Glaubensfreiheit zu. Gemünd wurde zum Hort und Zentrum der Protestanten des Schleidener Tales.

Neigte die soziale Oberschicht Gemünds dem reformierten Bekenntnis zu, bildeten die weniger begüterten Gemünder die lutherische Gemeinde.

Nach dem Toleranzedikt Kaiser Joseph II. von 1781 wurden in Schleiden und Hellenthal neue Kirchen gebaut. Die Gemünder Gemeinden sahen sich durch den wirtschaftlichen Zwang und den sanften Druck des preußischen Königs Friedrich Wilhelms III. veranlasst, 1819 zur Union der beiden Bekenntnisse zu schreiten.

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