11 Gemünder Hütte

1486 erteilte der Herzog von Jülich fünf Gemünder Bürgern die Konzession zum Bau einer Eisenhütte.

Im 16. Jahrhundert blühte das Werk. Mehrere tausend Karren Erz und Holzkohle rollten jährlich durch Gemünd. Hier wurde durch Ausschmelzen von Erz und Recken (Ausschmieden) des Roheisens – Schleidener Talsarbeit genannt – qualitativ hochwertiges Schmiedeeisen gewonnen.

Krieg und Notzeiten brachen dann herein, die Anlage lag still und zerfi el. Nach dem Wiederaufbau blühte die Eisenerzeugung nur nochmals kurz während der Napoleonischen Herrschaft. Bald darauf erlosch das Hüttenfeuer für immer.

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