06 Jülicher Brücke

Einem Vorgängerbau dieser Brücke, der nicht zwingend genau an dieser Stelle gestanden haben muss, verdankt Gemünd seine Entstehung.

Nachdem die Römer ihre Reichsgrenze bis an den Rhein vorgeschoben hatten, verbanden sie die wichtigen Orte mit festen Straßen. Die „CCAA“ (Colonia Claudia Ara Agrippinensium), das heutige Köln, wurde mit der „Civitas Remorum“ dem heutigen Reims in Frankreich verbunden. Die Straße überquerte an einer engen Stelle mit einer Brücke das sumpfige Urfttal. Ein Militärposten sicherte diese militärisch wichtige Anlage – der Grundstein für das heutige Gemünd war gelegt.

Seit dem späten Mittelalter war die Urft Grenzfluß. Die Urftbrücke verband die

Unterherrschaft Dreiborn mit dem auf der rechten Urftseite liegenden Jülichschen Amt Heimbach, daher „Jülicher Brücke“. „Ausländer“ mussten Brückenmaut zahlen, eine lohnende Einnahmequelle, die im 16. Jahrhundert jedes Jahr rund 50 Goldgulden in die herzogliche Kasse spülte.

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