18 Kreuz auf dem Kreuzberg

Bei der Grundsteinlegung der neuen katholischen Kirche im Jahre 1858 stand auf dem Baugrundstück an der Stelle, wo einmal der Hochaltar stehen sollte, ein Holzkreuz. Dieses Kreuz wurde später auf den „Fallstockshövel“ gesetzt. Mit der Zeit verfiel das hölzerne Denkmal. Damit das Andenken nicht in Vergessenheit geriet, kaufte der Gemünder Kaplan Josef Krücken ein rundes(!) Grundstück samt Wegerecht, sammelte bei den Gemündern aller Konfessionen Geld, um ein steinernes Kreuz anstelle des alten zu errichten. Der Korpus wurde irgendwann zerschlagen und der Rest dann später entfernt.

Auf dem Sockel findet sich die Inschrift:

„Selig sind die Todten

Die im Herrn sterben.“

Das Kreuz auf dem Fallstockshövel, das heute diesem Bergrücken seinen Namen gibt, ist mithin ein Zeichen der Oekumene, das die beiden Konfessionen zu der Zeit errichteten, als der „Kulturkampf“ (1870-1882) gerade sein Ende gefunden hatte. 1888 erwarb die katholische Kirchengemeinde Grundstück und Kreuz von Joseph Krücken.

 

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