06 Jüdischer Friedhof

Weitgehend frei von Spannungen war über lange Zeit das Verhältnis zwischen der christlichen Mehrheitsgesellschaft und den jüdischen Familien in der Stadt.

Als Begräbnisstätte der jüdischen Bürger diente ein dreieckiges Grundstück am Ruppenberg, das 1865 durch die israelitische Gemeinde von der Stadt gekauft wurde. 1944 wurde das Grundstück enteignet und 1951 den rechtmäßigen Besitzern zurückgegeben.

Ein Gedenkstein am Eingang des alten jüdischen Friedhofs erinnert heute an 13 ermordete Juden aus Schleiden, die Opfer des Holocausts wurden. Auf dem Friedhof sind nur noch wenige Grabsteine erkennbar als letzte Zeugnisse des ehemals bestehenden jüdischen Lebens in der Stadt.

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